Am 18.05.2008 haben wir die Einweihung unseres sanierten Gemeindehauses gefeiert.
Ursprünglich war nur eine Renovierung der vorhandenen Räume geplant. Vor Beginn der Arbeiten wurde eine Schadstoffuntersuchung durchgeführt, deren Auswertung eine weit über den Grenzwerten liegende Belastung durch Formaldehyd ergab.Aufgrund dieses Ergebnisses entschloss sich der Kirchenvorstand zu einer kompletten Sanierung des Gemeindehauses, um auch künftigen Generationen ein Schadstoff freies Haus bieten zu können.
Das Ergebnis war eine komplette Neuplanung, die zum Einen den individuellen Zugang zu jedem Raum gestattet und zum Anderen die Möglichkeit bietet, flexible Raumkonzepte für diverse Raumnutzungen durch Öffnen und Schliessen der 3 Trennwände zu realisieren.Ebenso wurden konsequent die vorhandenen Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen, die größtenteils auf Putz lagen, ausgebaut.
Nach Ausbau und Demontage sämtlicher belasteter Wand- und Bodenverkleidungen sowie des kompletten Bodenaufbaus bot sich ein desolates Bild: durch Undichtigkeiten im Fassadenbereich war über die Jahre immer wieder Feuchtigkeit eingedrungen und hatte nicht nur den Estrich unterwandert sondern, viel schlimmer, einen Teil der tragenden Holzkonstruktion verfaulen lassen. Hier mussten, nach Rücksprache mit dem Statiker, neue Holzkonstruktionen und Verstärkungen eingebaut werden. Alle Fenster wurden gegen neue Holzfenster mit Wärmeschutzver-glasung ausgetauscht, auch die Kücheneinrichtung wurde komplett erneuert.
Bei der Neuplanung wurden sämtliche Räume mit Sanitärinstallationen, wie Küche, Herren-, Damen- und Behinderten-WC auf der Strassenseite angeordnet. Es ist gelungen, ein vollwertiges Behinderten-WC zu schaffen, in dem die Mütter und Väter der zahlreichen Kinder- und Krabbelgruppen die Möglichkeit haben, ihre kleinen Kinder zu wickeln.
Die Ev. Kirchengemeinde hatte in den letzten 40 Jahre kaum Geld für Renovierungen ausgegeben. Damit dies in Zukunft auch so bleibt, haben wir die komplette Technik auf den neuesten Stand gebracht, angefangen von einer neuen Heizungsanlage bis zu einer Dolby-digitalen Übertragungsanlage sowie einer drahtlosen Schwerhörigenanlage.
Für den Gottesdienst aber auch für Aufführungen der zahlreichen Jugend-, Theater- und Musik-gruppen stehen jetzt drahtlose Mikrofone zur Verfügung.
In Anbetracht ständig steigender Energiekosten haben wir die Chance genutzt, die Aussenwand- und Dachdämmung stärker auszubilden, auch auf die akustische Trennung der einzelnen Räume wurde grosser Wert gelegt.
Wo wir uns schon einmal die Hände schmutzig gemacht hatten, haben wir auch die Aussen-anlagen angepackt und den Bereich vor dem Gemeindehaus gepflastert.
So wurde das alte Gemeindehaus in nur 4 Monaten Bauzeit zu einem modernen und hellen Gebäude mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten und modernster Technik.
Ich wünsche allen Menschen, die sich in diesem Hause zum Gottesdienst versammeln, in Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen arbeiten und denen, die hier ihre Feste feiern werden alles Gute und Gottes Segen.
Architekt Udo Küpper-Tetzel